Jugend für Umwelt und Sport


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Ein Viertel der Grundschulkinder in Deutschland ist bereits übergewichtig und die Tendenz ist steigend. Woran liegt es, dass immer mehr Kinder und Jugendliche Probleme damit haben, ihr Körpergewicht in gesunden Grenzen zu halten?


Zum einen bewegen sich Kinder und Jugendliche heutzutage zu wenig und zum anderen nehmen sie zu viele Kalorien zu sich. Wer etwas an der Problematik der steigenden Übergewichtigkeit von Kinder und Jugendlichen ändern will, muss an diesen beiden Punkten ansetzen.

 

Es geht nicht darum, gedrillte Leistungssportler mit Diätzwang zu kreieren. Dies ist weder kindgerecht noch im Alltag umsetzbar oder gesund. Vielmehr geht es um die kleinen, in das tägliche Leben integrierbaren, Änderungen des Alltags. In der Praxis bedeutet dies, statt mit dem Bus oder dem Auto zur Schule und Kindergarten zu kommen, sich aufs Fahrrad zu setzen oder zu laufen. Kinder und Jugendliche müssen nicht immer mit dem Auto von A nach B gebracht werden. Auch im Winter und bei Regen ist der Gang zu Fuß mit der entsprechenden Kleidung eine gute Alternative. Aufzüge und Rolltreppen bieten sich heutzutage fast überall an, uns das Leben zu erleichtern. Viel gesünder ist es jedoch die Treppen hoch zu rennen, zu hüpfen oder zu klettern.


Neben der geringeren täglichen Bewegung haben sich auch unsere Ernährungsgewohnheiten geändert.
Wir müssen nicht mehr auf die Jagd gehen, um für unser Abendessen zu sorgen, sondern besitzen einen jederzeit erreichbaren, reichlich gefüllten Kühlschrank.

 

Auf der einen Seite ist der tägliche Energiebedarf aufgrund reduzierter Bewegung deutlich geringer geworden. Auf der anderen Seite nehmen Kinder und Jugendliche mit dem Essen viele für den Körper wertlose, so genannte „leere“ Kalorien auf. Frittiertes Essen wie zum Beispiel Pommes und Chicken Nuggets besitzen mehr als doppelt soviel Kalorien wie ihre nicht frittierten Verwandten Pellkartoffeln und gebratene Hühnerbrust. Für die zusätzlich aufgenommenen Kalorien liefern sie dem Körper aber nicht mehr Mineralstoffe oder Vitamine. Die Kalorien sind also „wertlos“ bzw. „leer“. Neben den sichtbaren Kalorienbomben wie Eis, Schokolade und Chips nehmen Kinder und Jugendliche viele versteckte, nicht sichtbare, Kalorien zu sich. Fertiggerichte und Fast Food besitzen zur Geschmackverstärkung einen hohen Fettanteil. Der Zuckergehalt von Limonade, Cola und fertigen Pausensnacks deckt schon einen großen Teil des täglichen Energiebedarfs Heranwachsender, ohne diese für längere Zeit satt zu machen.
Kinder und Jugendliche gesund und ausgewogen zu ernähren, ist leichter als gedacht.
Der Schokoriegel für die große Pause liefert vor allem „leere“ Kalorien und stillt nicht lange den Hunger. Ein Vollkornbrot, das für einen langen Zeitraum satt macht und den Körper mit wichtigen Ballaststoffen und Mineralien versorgt ist die bessere Wahl. Mundgerecht geschnittenes Gemüse wie Paprika oder Karotten ergänzt den gesunden Pausensnack. Am besten ist es, auf das einheimische Obst- und Gemüseangebot der Saison zurück zu greifen. Dies besitzt aufgrund der kurzen Transportwege im Gegensatz zu den importierten Vertreten einen höheren Nährstoff- und Vitamingehalt.

 

Weniger Sitzen im Auto, vor dem Computer oder Fernseher und dafür mehr Bewegung im Alltag - gepaart mit gesunder, kalorienbewusster Ernährung sind ein wichtiger Ansatz, um den Trend der steigenden Übergewichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen aufzuhalten.